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Fotos NYC

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Bünder Schützen reisten zur Teilnahme an der 45. Steubenparade in die Welt-Metropole New York

von JÜRGEN HÄGER (Texte und Fotos)

 

“Dagegen ist meine Heimatstadt Miami ein Dorf”, kommentierte das am weitesten von Bünde entfernt wohnende Mitglied der Bünder Schützengesellschaft, Carlos M. Lopez. Er war ebenso überwältigt wie sämtliche anderen Delegationsmitglieder der Bünder Schützengesellschaft von 1938 e.V., die zur Teilnahme an der 45. Steubenparade in die Welt-Metropole New York gereist waren.

BSG-Präsident Ulrich Haseldiek hatte dieses Erlebnis für die Schützen organisiert. Bereits als die „Truppe“ am JFK-Airport landete, wurden erstmals die neuen Größenverhältnisse deutlich. Noch war es dank der Zeitverschiebung taghell, so dass man nach dem Einchecken im Hotel Edison noch genügend Zeit für einen ersten Erkundungsausflug hatte. Da bot sich natürlich der Broadway, direkt um die Ecke gelegen, mit seinen zahllosen Lokalen und kulturellen Möglichkeiten gerade zu an. Ein Ort, an dem das Leben Überzuschäumen schien, voll Lichterglanz und Menschenmassen aller Hautfarben. Man kam aus dem Staunen nicht heraus.

Zwischen den Wolkenkratzern schien die Sonne am nächsten Morgen kaum aufgehen zu wollen. Doch als das gut gekühlte Hotel verlassen wurde, bereute bereits mancher, sich nicht auf die hochsommerlichen Temperaturen eingestellt zu haben.

 Zunächst wandelten die Schützen auf den üblichen touristischen Pfaden. Reiseleiterin Birgit Diedrich-Hunziker führte sie zum Hafen, wo eine Bootsfahrt über den Hudson- und East-River begann. Vom Schiff aus zeigte sich die Skyline von Manhattan in ihrer ganzen Pracht. Nur im Südzipfel war eine nicht zu übersehende Lücke, da, wo eigentlich das World Trade Center hätte stehen sollen. Freiheitsstatue, Ellis-Island, Pier 17, Brooklyn- und Manhattan-Bridge, das waren nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten, die wohl jeder kennt, der einmal in New York gewesen ist.

Nach der Teilnahme an der 45. Steuben-Parade und der anschließenden Parade-Party im Central Park hatten die Bünder Besucher wieder Gelegenheit, Manhattan zu erkunden. Diesmal ging es mit der U-Bahn los in den Südzipfel des New Yorker Stadtteils. Wieder spielte er sich ab, dieser 11. September des Jahres 2001. Angesichts dieses Ortes mit dem tragischen Namen „Ground Zero“, an dem eigentlich die beiden Türme des World Trade Centers hätten stehen sollen, stellte sich auch ein Jahr danach dieses beklemmende Gefühl der Ohnmacht ein, nichts dagegen tun zu können, wenn extremistische Attentäter ohne Rücksicht auf Menschenleben Symbole einer freien Welt zerstören. „Ground Zero“ bot den Schützen Perspektiven, die immer noch bewegen. Mehr als die Hälfte der rund 3000 Opfer konnte bis heute nicht identifiziert werden. An diesem Ort kann man die ohnmächtige Wut der Amerikaner, ihre Freiheit verteidigen zu wollen, verstehen. Offen bleibt aber die Frage, was wirklich geschehen ist und was die wirklichen Hintergründe sind.nyc02

Mit dem World Finanzial Center, der Wall Street, Chinatown, Little Italy und nicht zuletzt dem UNO-Gebäude ließen sich die Bünder Schützen von weiteren touristischen Attraktionen beeindrucken. Eine Krönung dürfte sicherlich der Besuch des höchsten Gebäudes der Welt, des Empire State Buildings gewesen sein. Vom 86. Stock aus bot sich den Bündern ein Bild, das viele von Postkarten oder aus dem Fernsehen kennen. New York mit allen seinen Stadtteilen bei Nacht – ein Lichtermeer, das allen Besuchern aus Bünde, die zwar viel, aber längst nicht genug von dieser Stadt gesehen haben, für immer in Erinnerung bleiben dürfte.